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Posts Tagged ‘Postvollzug’

  1. Öffnungszeiten für XMLRPC

    Juli 28, 2011 by clausi

    Während sich der normale Internetnutzer mittlerweile schon an die Möglichkeit des 24/7 Pornodownloads und Schnitzelbestellungen rund um die Uhr gewöhnt hat, haben offensichtlich unsere Finanzbehörden noch Schwierigkeiten damit: Unter der Internetadresse des Bundeszentralamtes für Steuern BFF kann man zwischen 5.00h und 23.00h ausländische Umsatzsteuer-Identifikationsnummern per XMLRPC abfragen. Woran kann das liegen?

    - Möglicherweise läßt der Betriebsrat für XMLRPC-Schnittstellen keine anderen Arbeitszeiten zu.

    - Das Ausland hat ab 23.00 geschlossen.

    - Da die Pforte nicht besetzt ist muss die Firewall ausgeschaltet werden und dann können nachts ja Viren, Cyberterroristen und andere Trojaner reinkommen, die dann mit den USt-IDs einkaufen gehen. Schließlich ist man ja nicht beim Zoll der ja auch am Tag Hacker und anderes Geschwirl reinlässt.

    - Dänemark hat nicht nur die Grenzen dichtgemacht sondern auch die XML-Schnittstellen denn die Ausfuhr von XML ist in Dänemark inzwischen verboten.

    Die Post hat extra eine Unternehmensberatung eingesetzt um dieses Problem des dauernden Verfügbar-seins zu lösen: Denn es ist ja längst bekannt: Durchgehende Öffnungszeiten würden beim Nutzer zur gefürchteten Effizienzkatastrophe führen, welche z.B. auch durch leere Warteschlangen ausgelöst wird und schließlich Taumelkoma auslösen.

    Extra teure Computerpannen mussten eingeführt werden, damit die Abfertigungen auch in voll besetzten Schalterhallen nicht zu schnell abläuft. Hilft das dann immer noch nicht das Verfahren zu entschleunigen, kann man ja bei jeder zweiteren älteren Dame eine Kundenberatung über die Anlagemöglichkeiten bei der Postbank einschieben.
    Wird der Schalter dann mit einem der zufällig erhaltenen DHL-Paketbenachrichtungen doch noch innerhalb der Öffnungszeiten erreicht, kann man schlussendlich ja noch das Mittel des verschwundenen Pakets einsetzen um den Zustrom von “Kunden” im Postvollzug wirksam einzudämmen.
    Naht schließlich der Schalterschluß in einem irren Tempo heran, schließt man zwei Schalter und stellt bei dem einzig offenen ein Schildchen “Hier wird ausgebildet” hin. Der Kunde kann dann nachvollziehen wie der Postnachwuchs, der vom älteren Herrn im grauen Pollunder fachlich begleitet wird, den Kauf einer 56cent Briefmarke zum Tageserlebnis werden lässt.