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Februar, 2013

  1. Die erste Bank führt neues Zeitmaß ein

    Februar 5, 2013 by clausi

    Wer kennt das nicht, morgens voller Elan aufgebrochen zu sein um noch eben Bankgeschäfte zu erledigen um sich dann ernüchtert vor einer geschlossenen Filiale wiederzufinden.

    Es ist ja seit längerem bekannt, dass Banken im allgemeinen um direkten Kundenkontakt zu vermeiden ihre Öffnungszeiten im wesentlichen ihren eigenen, nicht ergründbaren Bedürfnissen anpassen.

    Da es ja ganz so ohne Kunden dann doch nicht funktioniert, hat man dann die Bankautomaten erfunden. Diese praktischen Geräte ermöglichen den meisten Kunden unter Verzicht auf die muffige Einsilbigkeit von Schalterangestellten ihre Bankgeschäfte zu den normalen Durchschnittsmenschen angepassten Zeiten zu erledigen.
    Aber auch der Betrieb von Automatenschaltern läßt sich so gestalten, dass man direkten Kundenkontakt vermeidet.

    Die einfache Lösung der Postbank ist an dieser Stelle äußerst kreativ:
    Man führt einfach ein neues spezielles Zeitmaß ein, in dem man die 24 Stunden normaler Zeit auf ein für die Postbank erträgliches Maß schrumpft. Dieses neu definierte 24-Stunden Zeitfenster legt man dann – willkürlich und zufällig – auf das gewohnte “Serviceintervall” von einigen wenigen Stunden, die idealerweise so gelegt sind dass normale Kunden dann schlafen oder arbeiten müssen.

    Zeitschrumpfung


    Endlich kann man dann wieder diese verdutzten und enttäuschten oder gar wütenden Gesichter von Leuten beobachten, die nur eben mal Bankgeschäfte erledigen wollten. Für diese Aufgabe sind spezielle automatische Kameras installiert, die dieses Individualelend selbstverständlich zu allen Tages- und Nachtzeiten aufzeichnen.

    Über die schleichende Verlängerung der Distanzen zum nächsten Geldautomaten berichten wir ein anderes mal.